Unser Thema am Samstag, den 6. Oktober2018

18 Uhr im Club Voltaire (2.OG):

 

Martin Heideggers Suche nach dem Sein

 

Wir setzen unsere Beschäftigung mit Martin Heidegger (1889-1976) fort. Er zählt zu den bekanntesten und wichtigsten Philosophen des 20. Jahrhunderts.

 

Allerdings gibt es nicht erst seit der Entdeckung und Publikation seiner so genannten „schwarzen Hefte“ eine breite Diskussion über seine nationalsozialistische Vergangenheit, die bereits kurz nach dem letzten Krieg dazu geführt hat, dass von der französischen Besatzungsmacht ein etwa dreijähriges Lehrverbot gegen Heidegger ausgesprochen wurde.

 

Jürgen Kaube, Mitherausgeber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, hat 2014 die „schwarzen Hefte“ besprochen und die Fragen, ob Heidegger Nationalsozialist und Antisemit war, unumwunden mit „Ja“ beantwortet.

 

Wir wollen uns anhand eines wissenschaftlichen Aufsatzes einen Grundüberblick über Hauptelemente von Heideggers Philosophie verschaffen und dabei die Frage nicht aus dem Auge verlieren, ob seine denkende Seinssuche einen wesentlichen Beitrag zur Philosophie des 20.Jahrhunderts geleistet hat – so Rüdiger Safranski – oder – wie der andere bekannte Heidegger-Biograf Victor Farias sagt - umgekehrt Ausdruck eines faschistischen Geistes ist.

 

Sehen Sie sich zum Thema folgende Videos an: 

 

Martin Heidegger - Die Frage nach Sein und Zeit

"Existenziell wie Kierkegaard, mit dem Systemwillen eines Hegel, so dialektisch in der Methode wie einschichtig im Gehalt, apodiktisch behauptend aus dem Geiste der Verneinung, verschwiegen gegen andere und doch neugierig wie wenige, radikal im Letzten und zu Kompromissen geneigt in allem Vorletzten - so zwiespältig wirkte der Mann auf seine Schüler, die von ihm dennoch gefesselt blieben, weil er an Intensität des philosophischen Wollens alle anderen Universitätsphilosophen weit überragte." Karl Löwith 1940 über Martin Heidegger

 

https://www.youtube.com/watch?v=5-Eg17dmJyA

 

 

 

Heidegger Schwarze Hefte - Podiumsgespräch

Ist Heideggers Fundamentalontologie eine Religion ohne Gott? Podiumsgespräch: Trawny, Vietta, Safranski am 06.10.2015 in der Rainhofscheune Kirchzarten-Burg nahe Freiburg.

 

https://www.youtube.com/watch?v=bG-6l3nGtZQ

 

 

 

 

Dieses Thema ist Teil unseres  Themenkomplexes für das Jahr 2018:

 

Wichtige philosophische Strömungen des 20. und 21. Jahrhunderts

 

Nach der Behandlung von Martin Heidegger wenden wir uns seinem Lehrer Edmund Husserl (1859-1938) zu, der mit seiner Phänomenologie zu den wichtigsten Philosophen des 20. Jahrhunderts zählt. Seine philosophische Grundlage war die Suche nach den unmittelbar gegebenen Erscheinungen, den Phänomenen, die er im Bewusstsein des erkennenden Menschen verortete.

 

Ludwig Wittgenstein (1889-1951), der Begründer der modernen Sprachphilosophie, steht insbesondere mit seinem großen Wurf, dem „Tractatus logico-philosophicus“ von 1921, danach auf dem Programm.

 

Des weiteren werden wir uns im Anschluss daran mit der modernen französischen Philosophie von Jacques Derida (1930-2004) und Pierre Bourdieu (1930-2002) beschäftigen, deren Denken sich als radikale Gesellschaftskritik verstand.

 

 

 

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