Unser Thema am Samstag, den 1. Dezember2018

18 Uhr im Club Voltaire (2.OG):

 

Ludwig Wittgensteins „Tractatus“

 

Ludwig Wittgenstein meinte nach seiner Veröffentlichung des „Tractatus-logico philosophicus“ (1921) alle Probleme der Philosophie gelöst zu haben und wandte sich danach erst einmal seiner Lehrerausbildung und der neuen Aufgabe als Dorfschullehrer zu.

 

Den „Tractatus“, der ein geniales Frühwerks von Wittgenstein ist, wollen wir uns gemeinsam in seinen ersten Paragraphen anschauen, wobei, so viel sei hier schon verraten, deutlich wird, dass diese Schrift in hohem Maße von einem mathematisch-naturwissenschaftlichen Denken geprägt ist.

 

Ich hatte schon darauf hingewiesen, dass Wittgenstein eine kurze Zeit die gleiche Linzer Schule wie Hitler besucht hat – und dass dies zu einer verschwörungstheoretischen Verarbeitung geführt hat. (Ich empfehle das Buch des australischen Physikers Kimberley Cornish ausdrücklich nicht als seriöse Quelle.)

 

Sinnvoller scheint es mir zu sein, sich die Deutung Wittgensteins durch Wilhelm Weischedel in der philosophischen Hintertreppe anzuhören, die religionsphilosophische Momente im Werk des Österreichers entdeckt:

 

https://www.youtube.com/watch?v=ZERoSyZmJBg

 

... und sich die mit Wittgenstein-Zitaten angereicherte Deutung eines Freimaurers anzuschauen („Wittgenstein und die Religion“). Beides können wir ebenfalls diskutieren.

 

 

Weitere YouTube Videos:

 

https://www.youtube.com/watch?v=bz39yHOv8jM

 

Ludwig Wittgenstein - Die Wahrheit der Worte

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=d6FsdcF1KTY

Philosophie erklärt: Wittgenstein - Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt

 

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=cgorPvfMH9M

Denker des Abendlandes - Der Wiener Kreis und Ludwig Wittgenstein

 

 

 

 

 

Dieses Thema ist Teil unseres  Themenkomplexes für das Jahr 2018:

 

Wichtige philosophische Strömungen des 20. und 21. Jahrhunderts

 

Nach der Behandlung von Martin Heidegger wenden wir uns seinem Lehrer Edmund Husserl (1859-1938) zu, der mit seiner Phänomenologie zu den wichtigsten Philosophen des 20. Jahrhunderts zählt. Seine philosophische Grundlage war die Suche nach den unmittelbar gegebenen Erscheinungen, den Phänomenen, die er im Bewusstsein des erkennenden Menschen verortete.

 

Ludwig Wittgenstein (1889-1951), der Begründer der modernen Sprachphilosophie, steht insbesondere mit seinem großen Wurf, dem „Tractatus logico-philosophicus“ von 1921, danach auf dem Programm.

 

Des weiteren werden wir uns im Anschluss daran mit der modernen französischen Philosophie von Jacques Derida (1930-2004) und Pierre Bourdieu (1930-2002) beschäftigen, deren Denken sich als radikale Gesellschaftskritik verstand.

 

 

 

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