Unser Thema am Samstag, den 2. Juni 2018

18 Uhr im Club Voltaire (2.OG):

 

 

 

Hans-Georg Gadamer - im Dienste des Götterboten Hermes

 

Hans-Georg Gadamer (1900-2002) war ein weltbekannter deutscher Philosoph, der gleichzeitig eine der wesentlichen philosophischen Fragen angesprochen hat, die des Verstehens.

 

Von Husserl und Heidegger geprägt, hat er diese Frage in seinem opus magnum „Wahrheit und Methode“ von 1960 erschöpfend behandelt.

 

Der geborene Marburger gilt als Begründer einer universalen Hermeneutik, wobei er auf den Spuren zweier berühmter Hermeneutiker, des Religionsphilosophen Friedrich Schleiermacher und des eigentlichen Begründers des begrifflichen Unterschieds von Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften, Wilhelm Dilthey, wandelt und der Frage nachspürt, wie Verstehen „immer geschieht“.

 

Dabei vertritt Gadamer einen weiten Ansatz, der Verstehen nicht nur auf das Verstehen des Gegenüber im Gespräch, in unserem Alltag oder das in einem platonischen Dialog beschränkt. Nein, auch Werke der Literatur und Kunstwerke, Gemälde, Bauwerke „sprechen“ über Jahrhunderte hinweg zu uns und enthalten vernünftige Botschaften und menschliche Sinngehalte, die entschlüsselt werden können und müssen, was die zentrale Wichtigkeit der Hermeneutik für Geisteswissenschaften wie die Literaturwissenschaften und die Kunstgeschichte hier nur andeutet.

 

Ein zentrale Gedanke Gadamers, der gerade heutzutage wichtig scheint, ist zudem, dass Vorurteile oft ein Hindernis zum adäquaten Verstehen darstellen.

 

Auf Anfrage erhalten Sie zwei Dokumente über dieses Thema.

 

Zur weiteren Vorbereitung empfehlen wir Ihnen das folgende Video:

 

https://www.youtube.com/watch?v=kjoJJp2nbls

 

 

 

 

 

Dieses Thema ist Teil unseres  Themenkomplexes für das Jahr 2017/2018:

 

Wichtige philosophische Strömungen des 20. und 21. Jahrhunderts

 

In unserer Reihe „Philosophen“ des 20. und 21. Jahrhunderts beschäftigen wir uns mit den Köpfen, die wegweisend in der philosophischen Reflexion dieser Epoche gewesen sind und wichtige Beiträge zur Geschichte der Philosophie geliefert haben.

 

Dabei behandeln wir in Sitzungen die Kritische Theorie der Frankfurter Schule und widmen uns dem Werk von Theodor W. Adorno (1903-1969), Jürgen Habermas (1929) und Axel Honneth (1949), wobei deren zentrale Gedankengänge verständlich werden sollen.

 

Dies ist keine einfache Aufgabe, da sich gerade die philosophischen Traditionen des 20. Jahrhunderts häufig einer esoterischen Kunstsprache bedienten und deren Gedanken nicht selten geradezu dechiffriert werden müssen.

 

Nach der Kritischen Theorie soll es anhand von Hans-Georg Gadamer (1900-2002) um die Hermeneutik, am Beispiel des genialischen Ludwig Wittgenstein (1889-1951) um den „linguistic turn“, also Sprachphilosophie, und in der Analyse des Denkens Edmund Husserls (1859-1938) um die Phänomenologie gehen.

 

 

 

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