Unser aktueller Themenkreis: Philosophie HEUTE

Für das Jahr 2020 haben wir dieses Generalthema vorgesehen. In den Treffen werden wir die individuellen Themen besprechen.

 

Das sind unsere Gedanken zu diesem Themenkreis:

 

  1. Philosophische Weisheiten – was können wir von den klassischen Philosophen für unseren Alltag übernehmen?
     
  2. Die Umsetzung philosophischer Weisheit in unsere heutige Lebenspraxis macht Sinn und erfordert natürlich stets eine Anpassung an unsere individuellen Verhältnisse und die konkrete Situation, in der wir uns befinden.
     
  3. Das philosophische (Nach-) Denken  begann um das Jahr 600 v. Chr. in Griechenland und entstand ursprünglich aus der Frage nach dem Ursprung und Beginn der Welt. In unserem Themenkomplex „Philosophie HEUTE“ beschäftigen wir uns mit wichtigen Themen aus dem Spektrum der Philosophie. Unser Moderator führt uns kompetent und verständlich in diese besondere „Denkwelt“, erklärt Zusammenhänge in der damaligen Zeit und spannt den Bogen zum HEUTE.

    In der Philosophie  (wörtlich „Liebe zur Weisheit“)  wird versucht, die Welt und die menschliche Existenz zu ergründen, zu deuten und zu verstehen. Ein Philosoph („Freund der Weisheit“) oder sinngemäß Denker, strebt nach Antworten auf grundlegende (Sinn-)Fragen über die Welt, über den Menschen und dessen Verhältnis zu seiner Umwelt. Seit nunmehr mehr als 2.500 Jahren bis heute suchen kluge Denker nach diesen Antworten.

 

In der Teilnehmergruppe diskutieren wir die unterschiedlichen Sichten und unser Moderator steht für Erklärungen über die damalige Zeit und Denkweise kompetent zur Verfügung.

Dabei ergeben sich zwei Sichtweisen:          

  • Die Wirkungen und Einflüsse des aktuellen Themas in der Welt der Philosophie.
  • Der heutige Umgang mit den Erkenntnissen und Konsequenzen.
  • Bei manchen Themen ergeben sich These – Antithese oder Pro und Contra

Zum jeweiligen Thema versenden wir zur Vorbereitung begleitende Texte und Videos.

 

 

Ablauf bei unseren regelmäßigen Veranstaltungen                  
jeden ersten Samstag im Monat – Beginn 18 Uhr:

 

  • Vorab auch Versand per Mail:
    • Einführungstext im Internet, Literatur- und Video- Empfehlungen
       
  • Moderiertes Treffen 18 bis 19,30 Uhr
    • Die Thesen / Gedanken des Philosophen und der damalige Zeitgeist
      (Einführung von Herrn Dr. Glaubitz)       ca. 45 – 60  Minuten
    • Der heutige Umgang mit den Erkenntnissen
      Diskussion und Fragen an Herrn Dr. Glaubitz     ca. 30 bis 45 Minuten

       

 

 

 

 

Erste Themen-Beispiele

Aristoteles: Ethik (4. Jh. v.Chr.)

Worum geht’s? Wir Menschen wollen glücklich werden und sonst nichts. Das erreichen wir durch tugendhaftes Handeln.

Warum ist das heute noch so wichtig? Weil wir immer noch glücklich leben wollen. Aristoteles gibt dazu eine Anleitung, die sich über mehr als 2000 Jahre bewährt hat.

 

John Stuart Mill: Utilitarismus (1861)

Worum geht’s? Grundthese: Eine Handlung ist gerechtfertigt, wenn sie das Glück fördert. Schmälert oder bedroht sie es, dann ist sie falsch. Glück ist Freude, die Abwesenheit von Schmerz.

Warum ist das heute noch so wichtig? Weil es um die Frage nach „Richtig oder Falsch“ geht. Sie treibt uns auch heute noch um. Beispiele sind die Präimplantationsdiagnostik, Sterbehilfe, Steuerhinterziehung. Mills Werk gibt Denkanstöße, um mit diesen Fragen besser klarzukommen.

 


Platon: Politeia

Worum geht’s? Zehn Bücher lang streitet sich Platon mit anderen Männern. Zunächst geht es um Gerechtigkeit, später kommt ein System zum idealen Aufbau eines Staates dabei heraus.

Wann hat er das geschrieben? Im 5. Jahrhundert vor Christus

Warum ist das heute noch so wichtig? Wir beschäftigen uns jeden Tag mit der Frage nach Gerechtigkeit. Es geht um Geflüchtete, um Bildung, um Armut, um Chancen im Leben.

 

 

René Descartes: Meditationen über die erste Philosophie

Worum geht’s? Descartes stößt sein Weltbild um und geht pauschal davon aus, dass alles, was er bislang geglaubt hatte, falsch ist. Inklusive seinem Körper, seinem Bewusstsein, der Welt und dem, was seine Augen sehen. Er zweifelt an den Grundsätzen von Mathematik und Wissenschaften. Und darum geht es: um den methodischen Zweifel.

Wann hat er das geschrieben? 1641 (veröffentlicht)

Warum ist das heute noch so wichtig? Weil wir viel öfter zweifeln sollten. Descartes zweifelt an allem, nur nicht am Ich. Merksatz: Ich denke, also bin ich. Über alles andere sollten wir viel öfter nachdenken.

 

Immanuel Kant: Die Metaphysik der Sitten
Worum geht’s? 

Kant gründet jedes Recht auf das Recht auf die Freiheit für alle Menschen. In seiner Tugendlehre geht es um körperliche, geistige und moralische Vollkommenheit – und um das Glück der Gemeinschaft.

Wann hat er das geschrieben? 1797 (veröffentlicht)

Warum ist das heute noch so wichtig? Weil er Pflichten und Tugenden auf Basis der Vernunft herleitet.

 

Thomas Hobbes: Leviathan

Worum geht’s? 

Ohne Staat wären wir alle frei – und deshalb würde auch kein Staat mehr existieren, weil ein Überlebenskampf aller gegen alle ausbräche. Dies bezeichnet Hobbes als Naturzustand. Über den Menschen steht deshalb der Staat, ein strafender Leviathan. Auf ihn einigen sich die Menschen in einem Gesellschaftsvertrag.

Wann hat er das geschrieben? 1651 (veröffentlicht)

Warum ist das heute noch so wichtig? Weil wir uns über das Verhältnis des Staates zu unserer persönlichen Freiheit ständig streiten. Und wir neu entscheiden müssen, in welchem Verhältnis die beiden für uns stehen sollen, auch mit Blick auf die Sicherheit.