Auszüge aus unserer Themenreihe 2018/2019

„Philosophen des 20. Jahrhunderts“:
 

Zusätzlich zu den Links haben wir in unserem Archiv die entsprechenden Dokumente zu den einzelnen Philosophen / Themen.

 

 

 

Luhmanns Konzept der Gesellschaft als System und die Behandlung des Subsystems Massenmedien

 

Luhmann Konzept der Gesellschaft als System und die Behandlung des Subsystems Massenmedien

 

Der Hirte und die Herde Ist Rainer Mausfelds Konzept von „Elitendemokratie und Meinungsmanagment“ schlüssig?  

 

Rainer Mausfelds Kritik an „Elitendemokratie und Meinungsmanagement“

 

Noam Chomsky – Medien und Propaganda

 

Noam Chomsky – undifferenzierter Ideologe oder tiefgründiger Analyst des US-Amerikanischen Herrschaftssystems?  

 

Noam Chomskys „Requiem auf den amerikanischen Traum“

 

Hirnforschung und moderne Philosophie: Aspekte der Theorie von Thomas Metzinger

 

David Chalmers und das Rätsel des menschlichen Bewusstseins

 

Michel Foucault (1926-1984):  Von Gefängnissen, Irrenhäusern und der Macht in modernen Gesellschaften

 

Phänomenologie und Lebenswelt: Edmund Husserl 

 

Ludwig Wittgensteins „Tractatus“

 

Ein genialischer Meister der Sprache mit Spleen – Ludwig Wittgenstein

 

Ludwig Wittgenstein - Die Wahrheit der Worte

 

Philosophie erklärt: Wittgenstein - Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt 

 

Martin Heidegger – der umstrittenste Philosoph des 20. Jahrhunderts

 

Hans-Georg Gadamers geisteswissenschaftliche Hermeneutik

 

Hans-Georg Gadamer - im Dienste des Götterboten Hermes

 

Axel Honneth und der „Freiheitsbegriff“

 

 

 

 

Luhmanns Konzept der Gesellschaft als System und die Behandlung des Subsystems Massenmedien

 

Niklas Luhmann (1927-1998) gehört zu den bekanntesten und einflussreichsten Theoretikern des soziologischen Denkens des 20. Jahrhunderts.

 

Seine berühmte Systemtheorie ist der Versuch, die Gesellschaft als ein „umfassendes soziales System, das alle anderen sozialen Systeme in sich einschließt“, zu beschreiben. Er stellte seinen Entwurf dem der "Kritischen Theorie" entgegen und hatte insbesondere mit Jürgen Habermas einen kontroversen, aber produktiven philosophisch-soziologischen Dialog.

 

Neben elementaren Grundzügen seiner Theorie, die man gerade in der heutigen Zeit allgemeiner gesellschaftlicher Verschiebungen kennen sollte, geht es dabei auch um Luhmanns Anknüpfung an den so genannten "radikalen Konstruktivismus", der in unserer Zeit ein wichtiges und wirkmächtiges wissenschaftliches Erklärungsmodell geworden ist.

 

Luhmanns Charakterisierung und kritische Beschreibung der Massenmedien hat Ausdruck in seinem Spätwerk "Die Realität der Massenmedien" von 1995 gefunden. In seiner Erörterung knüpfen wir an die zuvor behandelten Autoren Bernays und Lippmann und ihre Propaganda-Modelle sowie an deren Kritik von Chomsky und Mausfeld an.

Als kurze und anschauliche Einführung in Grundgedanken von Luhmann ist folgender Film zu empfehlen: 

 

https://www.youtube.com/watch?v=_J-8lrTW9Fc&t=46s
 

Ein Interview Luhmanns bei Radio Bremen behandelt seine Medienanalyse: 

 

https://www.youtube.com/watch?v=dNzRBnIoaN4

 

 

Luhmann Konzept der Gesellschaft als System und die Behandlung des Subsystems Massenmedien

Niklas Luhmann (1927-1998) gehört zu den bekanntesten und einflussreichsten Theoretikern des soziologischen Denkens des 20. Jahrhunderts.

Seine berühmte Systemtheorie ist der Versuch, die Gesellschaft als ein „umfassendes soziales System, das alle anderen sozialen Systeme in sich einschließt“, zu beschreiben. Er stellte seinen Entwurf dem der "Kritischen Theorie" entgegen und hatte insbesondere mit Jürgen Habermas einen kontroversen, aber produktiven philosophisch-soziologischen Dialog.

Neben elementaren Grundzügen seiner Theorie, die man gerade in der heutigen Zeit allgemeiner gesellschaftlicher Verschiebungen kennen sollte, geht es dabei auch um Luhmanns Anknüpfung an den so genannten "radikalen Konstruktivismus", der in unserer Zeit ein wichtiges und wirkmächtiges wissenschaftliches Erklärungsmodell geworden ist.

Luhmanns Charakterisierung und kritische Beschreibung der Massenmedien hat Ausdruck in seinem Spätwerk "Die Realität der Massenmedien" von 1995 gefunden. In seiner Erörterung knüpfen wir an die zuvor behandelten Autoren Bernays und Lippmann und ihre Propaganda-Modelle sowie an deren Kritik von Chomsky und Mausfeld an.

Als kurze und anschauliche Einführung in Grundgedanken von Luhmann ist folgender Film zu empfehlen: 

https://www.youtube.com/watch?v=_J-8lrTW9Fc&t=46s

 

Ein Interview Luhmanns bei Radio Bremen behandelt seine Medienanalyse: 

https://www.youtube.com/watch?v=dNzRBnIoaN4

 

 

 

Der Hirte und die Herde Ist Rainer Mausfelds Konzept von „Elitendemokratie und Meinungsmanagment“ schlüssig?

 

 

Wir beschäftigen uns weiterhin mit Rainer Mausfelds Analyse unseres demokratischen Systems. Eine zentrale Rolle spielt dabei seine Kritik an Massenmedien, die er in Anknüpfung an Noam Chomsky formuliert.

 

Wie Chomsky ist Mausfeld der Meinung, dass Medien eine zentrale Rolle zukommt bei der Formierung von politischem Bewusstsein der Menschen, wobei beide Denker in deren Wirken einen zielgerichteten Vorgang zur Erhaltung des politischen und ökonomischen Systems zum Vorteil einer kleinen Elite und zum Nachteil der Mehrheit der Bevölkerung sehen. Chomsky nennt dies eine über die Medien vollzogene „Herstellung von Zustimmung“, Mausfeld „Meinungs- und Empörungsmanagement“.

 

Zur Einführung sei Mausfelds bekannter universitärer Vortrag: „Warum schweigen die Lämmer?“, den wir in der letzten Sitzung behandelt haben, hier empfohlen: 

https://www.youtube.com/watch?v=QlMsEmpdC0E.

 

Mausfelds Theorie der politischen Herrschaftsverhältnisse ist von Hannah Arendts und Sheldon Wolins Totalitarismustheorie beeinflusst und sieht in der westlichen Welt ungeheure demokratische Defizite im Sinne einer Fassadendemokratie, die eigentlich eine Oligarchie sei. Ausgehend von seinem Vortrag in der Teleakademie des SWR

 

https://www.youtube.com/watch?v=ZNzvIY-BrVk),

 

wollen wir über die Schlüssigkeit seines Konzepts von vorgeblicher „Elitendemokratie und Meinungsmanagment“ sprechen.

 

Insbesondere soll erörtert werden, ob Mausfeld adäquat unsere gesellschaftliche Realität abbildet oder ob er unzulässig vereinfacht und einzelne Missstände von Medien und Medienmachern bzw. einzelner politischer Akteure und Parteien zu einem manipulativen Gesamtsystem, zu einem Systemfehler, stilisiert.

 

 

 

Rainer Mausfelds Kritik an „Elitendemokratie und Meinungsmanagement“

 

Man könnte ihn den Noam Chomsky des deutschsprachigen Raums nennen. Und in der Tat teilt Rainer Mausfeld (1949), der mit seinem vorletzten Buch „Warum schweigen die Lämmer?“ einen Spitzenplatz in den Bestsellerlisten landete, wichtige Kritikpunkte seines amerikanischen Kollegen. Vor allem geht es ihm – wie Chomsky - um eine fundierte Kritik des seiner Meinung nach herrschenden wirtschaftspolitischen Paradigmas des Neoliberalismus, das alle gesellschaftlichen Entwicklungen unter das Diktat des ökonomischen Nutzens stelle und die politische Klasse in ihrem Handeln bestimme. Wie Chomsky kritisiert er, dass der „Debattenraum“ der heutigen demokratischen Öffentlichkeit systematisch von ihren Meinungsführern verengt würde, was letztendlich der Demokratie schade.

 

Mausfeld, der emeritierter Professor der Kognitionspsycholgie ist, knüpft auch an Chomskys Kritik des Systems der Massenmedien an, die mit Manipulation und Propaganda und im Sinne der politischen Eliten einen gesellschaftlichen Konsens der Masse der Bevölkerung herstellten. Allerdings geht er als Psychologe, der im besonderen Maße um die Manipulierbarkeit des Individuums weiß, mehr auf die Techniken ein, die zur Anwendung kommen. Es geht dabei ideengeschichtlich um die amerikanischen Vordenker des „Demokratie-Managements“, Walter Lippman (1889-1974) und den Freud-Neffen Edward Bernays (1891-1995), auf deren Tätigkeit wir schon in der letzten Sitzung kurz eingegangen sind.

Die alte philosophische Frage, wer herrschen solle bzw. wer herrsche, die Platon mit seinem Modell der Elitenherrschaft beantwortete, werde in Form der westlichen repräsentativen Demokratie heutzutage faktisch im Sinne des altgriechischen Vordenkers beantwortet.

 

Zur Grundlage unserer Diskussion ist Mausfelds Vortrag bei der Teleakademie des SWR: 

 

https://www.youtube.com/watch?v=ZNzvIY-BrVk 

 

und seine Vorlesung an der Universität in Kiel empfohlen:

 

https://www.youtube.com/watch?v=QlMsEmpdC0E.

 



 

 

Noam Chomsky – Medien und Propaganda

 

(Noam Chomsky gilt als einer der einflussreichsten Denker unserer Zeit.)

 

Wir beschäftigen uns weiter mit Noam Chomsky.

 

Nach einem kurzen Abriss von Kernelementen seiner linguistischen Position soll es dann um die zentrale Frage seiner politischen Philosophie gehen, die Medienkritik:

 

Wir schauen uns seine Deutung der großen us-amerikanischen Medien an, denen er Propaganda als zentrales Charakteristikum attestiert und dabei Beispiele bringt.

 

Zur Diskussionsgrundlage dient sein berühmter Vortrag von 1989, in dem er sein „Propaganda-Modell“ vorstellt:

 

https://www.youtube.com/watch?v=l7-umECBZSc

 

 

Dass Chomsky zentralen Deutungen der westlichen Außenpolitik in den Leitmedien widerspricht und eine kritische Einstellung zu ihnen einnimmt, kann z.B. in einem Interview von 2015 bei „Euronews“ nachgelesen werden:

 

https://de.euronews.com/2015/04/17/noam-chomsky-die-usa-sind-ein-schurkenstaat-europa-ist-extrem-rassistisch

 

 

Noam Chomsky – undifferenzierter Ideologe oder tiefgründiger Analyst des US-Amerikanischen Herrschaftssystems?

 

 

Wir beschäftigen uns weiterhin mit dem weltbekannten US-Amerikanischen Linguisten und Gesellschaftsphilosophen Noam Chomsky (1928), der gleichsam zu einer Legende geworden ist.

 

Wer auf anschauliche Weise grundlegende Inhalte seiner Gesellschaftstheorie kennenlernen möchte, der sollte sich die Interview-Dokumentation „Requiem für den amerikanischen Traum“ ansehen, die bei 3sat und ORF gelaufen ist:

 

https://www.youtube.com/watch?v=V8hJ_5w-ZB8

 

Auf diese Dokumentation sind wir in der letzten Sitzung am 1.6. eingegangen.

 

Auch die Kritik an Chomsky als eines angeblichen linken „manichäischen“, d.h. undifferenzierten Ideologen, vom Zeit-Autor Jörg Lau ist lesenswert (siehe PDF), weil sie wichtige Tendenzen der Kritik an Chomsky fokussiert.

 

In der nächsten Sitzung am 6. Juli soll es dann um eine Vertiefung von Chomskys Gesellschaftstheorie anhand der renommierten Schweizer Interview-Sendung zu zeitgenössischen Themen der Philosophie, „Sternstunde Philosophie“, gehen:

 

https://www.youtube.com/watch?v=6_gS5PV0kZA

 

Zur genaueren Skizzierung von Chomskys Medienkritik und seiner Kritik am seiner Meinung nach undemokratischen US-Amerikanischen politischen System sollte  folgende Kompilation von Vorträgen Chomskys angeschaut werden:

 

https://www.youtube.com/watch?v=l7-umECBZSc

 

 

 

Noam Chomskys „Requiem auf den amerikanischen Traum“

 

Noam Chomsky (1928) könnte man als das linke Gewissen der USA bezeichnen, da er seit den 60er Jahren unermüdlich innenpolitische und außenpolitische Verwerfungen der westlichen Vormacht angeprangert hat. In diesem sokratischen Sinne, der darauf abzielt, wesentliche Gegenwartsfragen, die die Menschen bewegen und betreffen, aufzugreifen und zu reflektieren, ist Chomsky ein Philosoph.

 

Als weltbekannter und einer der bedeutendsten Sprachtheoretiker am MIT (Massachusetts Institute of Technology) hatte er vor seiner Karriere als linker Vordenker seinen Ruf als ein Professor und Wissenschaftler begründet, der für zahlreiche geistige Strömungen wie den Behaviorismus Anregungen und insbesondere auch den „lingustic turn“ der Philosophie (nicht nur für Jürgen Habermas) wesentliche theoretische Grundlagen geliefert hatte.

 

Sein streng empfundener Gerechtigkeitssinn hat Chomsky immer wieder die Mächtigen der USA kritisieren und die politökonomisch-medialen Grundlagen des Staatswesens in der Form einer quasi politisch-philosophischen Systemtheorie erklären lassen, die unorthodox marxistisch und anarchistisch anmutet.

 

In seinen politischen Äußerungen hat er sich wiederholt zwischen alle Stühle gesetzt: Z.B. als er im letzten US-Wahlkampf zur Verhinderung von Trump die Wahl seiner Gegnerin Clinton empfahl, was Teile des linken Anti-Establishments bis in die Reihen der marxistischen Linken empörte.

 

Auf der anderen Seite sind es vor allem auch Anhänger linksliberaler Vorstellungen, die Schwierigkeiten mit Chomskys radikalen antikapitalistischen Formulierungen und seiner angeblichen Rolle als linker Messias haben (so in der Tendenz der Zeit-Autor Jörg Lau).

Videos:

https://www.youtube.com/watch?reload=9&v=T2LfL-Ez6O4

Noam Chomsky gilt als einer der einflussreichsten Denker unserer Zeit (Requiem für den amerikanischen Traum - Doku ORF2, 1:12:46).

 

https://www.youtube.com/watch?v=tTBWfkE7BXU

Noam Chomsky - Manufacturing Consent, 9:03 in Englischer Sprache
Summary of Chomsky's analyses on how the corporate media functions. Excerpt from the documentary "Manufacturing Consent: Noam Chomsky and the Media" (1992).

 

 

Hirnforschung und moderne Philosophie: Aspekte der Theorie von Thomas Metzinger

 

Wir beschäftigen uns weiterhin mit der philosophischen Interpretation der Hirnforschung am Beispiel der Theorie des Mainzer Philosophen Thomas Metzinger, der zu den bekanntesten Denkern der zeitgenössischen Philosophie des Geistes zählt.

 

Als Hintergrund unseres nächsten Treffens dient ein gut verständlicher Wissenschaftsartikel, der historisch in die Materie-Geist-Problematik einführt und auf ihre allgemeinen theoretischen Grundlagen eingeht.

 

Thomas Metzingers Deutung, dass jedes Menschen inneres Ich- und Selbsterlebnis, ein Produkt von biochemischen und elektrischen Vorgängen im Gehirn sei, denen keine Entität im Sinne eines wirklichen Selbst zugrunde liege, dürfte beim gesunden Menschenverstand auf Unglauben stoßen.

 

In zwei Interviews verteidigt er seine Position, deren inhaltliche Nähe zum Nicht-Selbst-Konzept des Buddhismus er übrigens en passant in dem einem Interview (mit Richard David Precht) zugibt.

 

Wir werden uns anhand der genannten Medien die Frage stellen, ob Metzingers wissenschaftliche Destruktion des für die abendländische Geistesgeschichte (z.B. für die Psychoanalyse und -therapie) wichtigen Selbstkonzepts mehr ist als die materialistische Anekdote, die man bisweilen von szientistischen Medizinern hört - dass sie noch nie im menschlichen Körper eine Seele gefunden hätten –, mit Blick auf den Inhalt des menschlichen Kopfes: dass man da noch nie ein Ich oder Selbst gesichtet hätte, sondern nur Gehirnzellen.

 

Da Metzinger auch über ethische Probleme von künstlicher Intelligenz nachdenkt und auf diesbezügliche Gefahren (z.B. militärische Nutzung) verweist, böten sich hier weitere Themenfelder für spannende Diskussionen.

 

Link das Interview mit Richard David Precht:

 

https://www.youtube.com/watch?v=BXJU_srHqA0

 

 

David Chalmers und das Rätsel des menschlichen Bewusstseins

 

Was der Geist ist, das Kernthema Chalmers`, gehört zu den zentralen Fragestellungen der Philosophiegeschichte überhaupt:

 

Ob man den Geist in Form der Ideen als höchste Seinsweise und Grund und Ursache der materiellen Welt deutet, wie einst Platon;

 

die Weltgeschichte als durchwaltet durch den Weltgeist ansieht, wie Hegel;

 

oder ob man wie heutige Neurowissenschaftler menschliche Erlebnissituationen durch bildgebende Verfahren Vorgängen in bestimmten Gehirnregionen der Menschen zuordnet – die Erklärung von Geist und Bewusstsein sowie dessen Verhältnis zur materiellen Welt bildet einen Kernaspekt naturwissenschaftlicher und philosophischer Reflexion.

 

Der Australier David Chalmers ist nun einer der zentralen Denker unserer Gegenwart, der sich diesem „schwierigen Problem des Bewusstseins“ von der Seite der Philosophie her widmet und sich der Ursache und Qualität von Bewusstsein zuwendet.

 

Wir wollen uns am Beispiel Chalmers`gemeinsam mit diesen für unser Selbstverständnis als „Homo Sapiens“ (wörtlich: „seinen Geist gebrauchender Mensch“) wichtigen Grundfragen und ihren spannenden (und kontroversen) Antworten auseinandersetzen, dabei einen allgemeinen Einstieg in den Themenkreis „Geist – Materie“ gewinnen.

 

 

 

Michel Foucault (1926-1984):  Von Gefängnissen, Irrenhäusern und der Macht in modernen Gesellschaften

 

Michel Foucaults Philosophie kreiste im Kern um das Diktum, das gemeinhin Lenin zugesprochen wird, aber ursprünglich vom großen Francis Bacon stammte:

 

„Wissen ist Macht.“

 

Was Macht macht und in welchem Verhältnis sie zum Wissen steht, interessierte Foucault sehr. Dabei erweiterte er die herkömmliche Sicht auf das Thema und ging dabei meist unkonventionell vor:

 

Einer seiner Ausgangspunkte war dabei die Entwicklung moderner Kontroll- und Disziplinierungssysteme, die er 1975 in Form des Bestrafens in Gefängnissen („Überwachen und Strafen: Die Geburt des Gefängnisses“) untersuchte, bevor er sich dann zwei Jahre später mit der Form der Gouvernmentalität, der Machtausübung in modernen Staaten, auseinandersetzte.

 

Für einen Philosophen untypisch, hatte Foucault sich bereits in seinem Erstwerk von 1961 („Wahnsinn und Gesellschaft: Eine Geschichte des Wahns im Zeitalter der Vernunft“) mit dem menschlichen Wahnsinn und seinem Verhältnis zur Rationalität beschäftigt, wobei ihn auch damals schon Prozeduren der gesellschaftlichen Kontrolle und Disziplinierung, hier der aussondernde und kontrollierende Umgang mit so genannten Verrückten in „Irrenhäusern“ durch eine aufgeklärte Gesellschaft, interessiert hatten.

 

Foucault wird zu den Poststrukturalisten gezählt, also einer hauptsächlich aus Frankreich kommenden Denkschule, deren Vertreter sich in hohem Maße dem Verhältnis von sprachlicher Praxis und ihrer Rolle bei der Herausbildung der Gesellschaft und ihrer Wirklichkeit gewidmet haben (Diskursanalyse) – und dabei maßgeblich auch auf die gesamten westlichen Geisteswissenschaften wirkten.

 

Michel Foucault, der aus seiner Homosexualität keinen Hehl machte, starb als eines der ersten prominenten Opfer an Aids.

 

 

Als Vorbereitung zu unserem Treffen sehen Sie sich bitte diese beiden Videos an:

 

https://www.youtube.com/watch?v=dZifLDpl5EY

 

https://www.youtube.com/watch?v=b5ABDBcHQEc

 

 

Phänomenologie und Lebenswelt: Edmund Husserl

Edmund Husserl (1876-1938) gehört zu den einflussreichsten Philosophen des 20. Jahrhunderts, obwohl sein Name einer breiteren Öffentlichkeit unbekannt sein dürfte. Dass er akademischer Lehrer des wesentlich berühmteren Martin Heidegger war, sollte bekannt sein, vielleicht nicht, dass er wegen seiner jüdischen Herkunft in der Nazizeit seinen Professorentitel verloren hat.

 Einfluss gewonnen in Philosophie und Soziologie hat vor allem Husserls Lebensweltbegriff und seine Kritik an den Wissenschaften, die er in einer Krise sah, da sie sich der alltäglichen Welt der Menschen entfremdet hätten. Hier beeinflusste er u.a. das Denken von Jürgen Habermas und „Lebenswelt“ wurde zu einem Schlüsselbegriff der Geisteswissenschaften.

 Kaum zu unterschätzen ist auch Husserls Einfluss auf die Gesamtbreite der Geisteswissenschaften, den er mit seiner Begründung der Phänomenologie ausübte, deren Kerngehalt und Absicht es sei, ein Verfahren der reinen vorurteilsfreien Beschreibung von beobachtbaren Phänomenen zu finden und bereitzustellen. In ihr sah er die Grundlage eines zu erneuernden Wissenschaftssystems.

 Sehen Sie sich zur Vorbereitung unserer Veranstaltung diese Videos an:

 https://www.youtube.com/watch?v=0qL3p4VuQsY

 

https://www.youtube.com/watch?v=JcSqF14dTRc

 

 

Ludwig Wittgensteins „Tractatus“

 Ludwig Wittgenstein meinte nach seiner Veröffentlichung des „Tractatus-logico philosophicus“ (1921) alle Probleme der Philosophie gelöst zu haben und wandte sich danach erst einmal seiner Lehrerausbildung und der neuen Aufgabe als Dorfschullehrer zu.

 

Den „Tractatus“, der ein geniales Frühwerks von Wittgenstein ist, wollen wir uns gemeinsam in seinen ersten Paragraphen anschauen, wobei, so viel sei hier schon verraten, deutlich wird, dass diese Schrift in hohem Maße von einem mathematisch-naturwissenschaftlichen Denken geprägt ist.

 

Ich hatte schon darauf hingewiesen, dass Wittgenstein eine kurze Zeit die gleiche Linzer Schule wie Hitler besucht hat – und dass dies zu einer verschwörungstheoretischen Verarbeitung geführt hat. (Ich empfehle das Buch des australischen Physikers Kimberley Cornish ausdrücklich nicht als seriöse Quelle.)

 

Sinnvoller scheint es mir zu sein, sich die Deutung Wittgensteins durch Wilhelm Weischedel in der philosophischen Hintertreppe anzuhören, die religionsphilosophische Momente im Werk des Österreichers entdeckt:

 

https://www.youtube.com/watch?v=ZERoSyZmJBg

 

... und sich die mit Wittgenstein-Zitaten angereicherte Deutung eines Freimaurers anzuschauen („Wittgenstein und die Religion“). Beides können wir ebenfalls diskutieren.

 

Weitere YouTube Videos:

 

https://www.youtube.com/watch?v=bz39yHOv8jM

 

Ludwig Wittgenstein - Die Wahrheit der Worte

 

 https://www.youtube.com/watch?v=d6FsdcF1KTY

Philosophie erklärt: Wittgenstein - Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt

 

 Tractatus online

http://tractatus-online.appspot.com/Tractatus/jonathan/D.html

 

 

 

Ein genialischer Meister der Sprache mit Spleen – Ludwig Wittgenstein

 

Die Entdeckung der Sprache als eines eigenständigen und neuen Gegenstands legte den Grund für eine der wichtigsten philosophischen Strömungen des 20. Jahrhunderts – bis heute. Der Ehrentitel des Begründers der modernen Sprachphilosophie gebührt dabei unbezweifelbar dem Österreicher Ludwig Wittgenstein (1889-1951), der zu den bedeutendsten Philosophen des letzten Jahrhunderts zählt. Damit leitete er eine Veränderung der Paradigmata in den Sozialwissenschaften ein, wie es  z.B. noch in Jürgen Habermas` Aneignung sprachwissenschaftlicher Fragestellungen und seinem „lingustic turn“ im Rahmen seiner „Theorie des kommunikativen Handelns“ deutlich wird.

 

Wittgensteins genialer Wurf war unbestreitbar sein „Tractatus logico-philosophicus“, 1918 geschrieben 1921 veröffentlicht und 1929 dem Trinity College in Cambridge als Doktorarbeit vorgelegt, in dem er die Meinung vertrat, dass die „meisten Sätze und Fragen, welche über philosophische Dinge geschrieben worden sind, … nicht falsch [sind], sondern unsinnig. Wir können daher Fragen dieser Art überhaupt nicht beantworten, sondern nur ihre Unsinnigkeit feststellen. Die meisten Fragen und Sätze der Philosophen beruhen darauf, dass wir unsere Sprachlogik nicht verstehen.“

 

Es geht also darum, dass in der Philosophie ungelöste Fragestellungen und nicht entscheidbarer Meinungsstreit durch Unklarheit der verwendeten sprachlichen Begriffe ausgelöst und durch klare und deutliche Termini aufgelöst und entschieden werden könnten. Soweit Wittgenstein I, der junge Wittgenstein.

 

Der ältere Wittgenstein, in der Forschung als Wittgenstein II bezeichnet, war dann der Meinung, dass weniger über ein rigides System von sprachlich-logischen Aussagen wie im „Tractatus“ das Wesen und das Verständnis sprachlicher Inhalte bestimmt werden könne, sondern durch den aktiven Gebrauch von Sprache in Kommunikationssituationen, was er mit dem Begriff „Sprachspiele“ bezeichnete.

 

Löste seine Philosophie bei vielen seiner Leser Begeisterungsstürme aus, so wundern sich nicht nur Philosophiehistoriker über Wittgensteins Lebensweg: So ist dieser voller ungewöhnlicher Wendungen und bestimmt durch ebensolche Verhaltensweisen.

 

Wittgenstein stammte aus einer reichen Großindustriellenfamilie Wiens, kam früh an die englische Eliteuniversität Cambridge und nahm als österreichischer Soldat am Ersten Weltkrieg teil. Er suchte in den 20er Jahren sein Glück als Dorfschullehrer in der österreichischen Provinz und soll - hier wechseln wir in den Bereich der halb belegten Anekdoten – am 25. Oktober 1946, am Kamin mit Karl Popper sitzend, ihm in einer hitzigen philosophischen Diskussion mit einem Schürhaken bedroht haben.

 

Teile des von Wittgenstein von seinem Vater ererbten Vermögens soll er wohltätigen Zwecken und zur Förderung der Kunst gespendet haben, wobei insbesondere des Philosophen Unterstützung des berühmten Lyrikers Georg Trakl zu nennen ist.

 

YouTube Videos:

 

https://www.youtube.com/watch?v=bz39yHOv8jM

 

 

 

Ludwig Wittgenstein - Die Wahrheit der Worte

 

"Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt." Ludwig Wittgenstein Ludwig Wittgenstein (1889-1951) war ein österreichisch-britischer Philosoph. Er lieferte bedeutende Beiträge zur Philosophie der Logik, der Sprache und des Bewusstseins. Seine beiden Hauptwerke Logisch-philosophische Abhandlung (Tractatus Logico-Philosophicus 1920) und "Philosophische Untersuchungen" (1953, postum) wurden zu wichtigen Bezugspunkten zweier philosophischer Schulen, des Logischen Positivismus und der Analytischen Sprachphilosophie. Im Jahr 1920 erschien das im Ersten Weltkrieg entstandene Werk "Traktatus Logico-Philosophicus", mit dem ein junger Philosoph namens Ludwig Wittgenstein glaubte, die Probleme der Philosopie gelöst zu haben. Als er sich jedoch in den Zwanzigerjahren anderen Pragmatischen Dingen zuwandte, als Gärtner, Architekt und Lehrer arbeitete, veränderte sich seine philosophische Position. Nicht mehr die mathematisch-exakte Beweisführung von sinnvollen und sinnlosen Aussagen beschäftigte ihn, sondern die Vielfältigkeit der Sprachwendungen im Alltag. Diese beiden extrem unterschiedlichen Positionen bilden den Keim dieses Films zu Ludwig Wittgenstein. Die Darstellung seines Lebens, verbunden mit entsprechenden Filmaufnahmen aus Wien, Niederösterreich und Cambridge, verdeutlicht die Spannung zwischen Früh- und Spätwerk. Hierzu und zur Bedeutung der Philosophie Wittgensteins im 20. Jahrhundert kommen Experten zu Wort

 

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=d6FsdcF1KTY

 

 

Philosophie erklärt: Wittgenstein - Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt

Ludwig Wittgenstein gehört zu den einflussreichsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. In seinem bekanntesten Werk "Tractatus logico-philosophicus" bringt er den berühmten Satz: Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt. Im Video erkläre sich kurz und klar, was dieser Satz bedeutet und in welchem philosophischen Zusammenhang er steht. Dr. Christian Weilmeier, Philosoph

 

Denker des Abendlandes - Der Wiener Kreis und Ludwig Wittgenstein

 

https://www.youtube.com/watch?v=cgorPvfMH9M

 

 

Martin Heidegger – der umstrittenste Philosoph des 20. Jahrhunderts

 

Martin Heidegger (1889-1976) ist sicherlich der umstrittenste Philosoph des 20. Jahrhunderts.

 

Seit den späten 20er Jahren wurde er von seinen Anhängern als Guru einer völlig neuen, zu ihren Wurzeln zurückgehenden radikalen Philosophie gefeiert.

 

Von seinen Gegnern wurde er bis in die jüngste Zeit als Vertreter eines totalitären Denkens vehement abgelehnt, dies nicht nur, weil er nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten als kurzzeitiger Rektor der Universität Freiburg mit ihnen sympathisierte.

 

Diese negative Haltung gegenüber dem Philosophen steigerte sich gerade in den letzten Jahren, da die von Heidegger selbst für eine postume Veröffentlichung vorgesehenen, privaten Niederschriften von politischen und kulturgeschichtlichen Reflexionen, die so genannten „schwarzen Hefte“, durchsetzt waren mit eindeutig antisemitischen Äußerungen. Die Diskussion um die Hefte führte u.a. dazu, dass der Vorsitzende der Martin-Heidegger-Gesellschaft, Günther Figal, 2015 von seinem Amt zurücktrat, weil er Heidegger als Menschen nicht mehr vertreten konnte.

 

Wir steigen ein mit einem Abriss von Heideggers Lebensgeschichte, an den sich die Behandlung der jüngsten „Heidegger-Kontroverse“ um seine schwarzen Hefte anschließt. Danach wollen wir uns anhand ausgewählter Sekundärliteratur mit Kerngedanken von Heideggers Philosophie beschäftigen, die vom bloß Seienden den Weg zurück zum Sein suchte.

 

Heidegger Schwarze Hefte - Podiumsgespräch

Ist Heideggers Fundamentalontologie eine Religion ohne Gott? Podiumsgespräch: Trawny, Vietta, Safranski am 06.10.2015 in der Rainhofscheune Kirchzarten-Burg nahe Freiburg.

 

https://www.youtube.com/watch?v=bG-6l3nGtZQ

 

 

 

Hans-Georg Gadamers geisteswissenschaftliche Hermeneutik

 

Wir beschäftigen uns weiterhin mit Hans-Georg Gadamer (1900-2002), der zu den prominentesten und wirkunsgmächtigsten deutschsprachigen Philosophen des 20. Jahrhunderts zählte.

 

Als Schüler von Martin Heidegger legte er seinen Fokus auf das Verstehen und die Ausarbeitung einer philosophischen Hermeneutik, die er – anders als sein Vorgänger Schleiermacher – nicht als eine Methode des Verstehens von Texten, sondern, Heidegger folgend, als ein zum menschlichen Dasein fundamental zugehöriges Existenzial begriff.

 

Wir werden uns anhand eines Fernsehinterviews Gadamers und eines philosophischen Lexikoneintrags insbesondere damit beschäftigen, welche Rolle Vorurteile und zeitbedingte Hintergründe beim menschlichen Verstehen von Texten, Kunstwerken, allgemein der Welt in Gadamers Hauptwerk „Wahrheit und Methode“ spielen.

 

Dabei werden wir insbesondere die Frage diskutieren, welche entscheidende Rolle Gadamer der Rolle von Sprache und Gespräch, somit menschlicher Kommunikation, bei seiner Hermeneutik zuweist.

 



 

 

Als Anlage erhalten Sie zwei Dokumente über dieses Thema.

 

Zur weiteren Vorbereitung empfehlen wir Ihnen das folgende Video:

 

https://www.youtube.com/watch?v=kjoJJp2nbls

 

 

 

 

Hans-Georg Gadamer - im Dienste des Götterboten Hermes

 

Hans-Georg Gadamer (1900-2002) war ein weltbekannter deutscher Philosoph, der gleichzeitig eine der wesentlichen philosophischen Fragen angesprochen hat, die des Verstehens.

 

Von Husserl und Heidegger geprägt, hat er diese Frage in seinem opus magnum „Wahrheit und Methode“ von 1960 erschöpfend behandelt.

 

Der geborene Marburger gilt als Begründer einer universalen Hermeneutik, wobei er auf den Spuren zweier berühmter Hermeneutiker, des Religionsphilosophen Friedrich Schleiermacher und des eigentlichen Begründers des begrifflichen Unterschieds von Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften, Wilhelm Dilthey, wandelt und der Frage nachspürt, wie Verstehen „immer geschieht“.

 

Dabei vertritt Gadamer einen weiten Ansatz, der Verstehen nicht nur auf das Verstehen des Gegenüber im Gespräch, in unserem Alltag oder das in einem platonischen Dialog beschränkt. Nein, auch Werke der Literatur und Kunstwerke, Gemälde, Bauwerke „sprechen“ über Jahrhunderte hinweg zu uns und enthalten vernünftige Botschaften und menschliche Sinngehalte, die entschlüsselt werden können und müssen, was die zentrale Wichtigkeit der Hermeneutik für Geisteswissenschaften wie die Literaturwissenschaften und die Kunstgeschichte hier nur andeutet.

 

Ein zentrale Gedanke Gadamers, der gerade heutzutage wichtig scheint, ist zudem, dass Vorurteile oft ein Hindernis zum adäquaten Verstehen darstellen.

 

Auf Anfrage erhalten Sie zwei Dokumente über dieses Thema.

 

Zur weiteren Vorbereitung empfehlen wir Ihnen das folgende Video:

 

https://www.youtube.com/watch?v=kjoJJp2nbls

 

 

Axel Honneth und der „Freiheitsbegriff“

 

Neben dem Begriff „Anerkennung“ stellt der Frankfurter Sozialphilosoph und Schüler von Habermas, Axel Honneth, den der „Freiheit“ in das Zentrum seines Denkens.

 

Wir wollen die verschiedenen Dimensionen seines Freiheitsbegriffs anhand eines kritischen Aufsatzes von Freihart Regner nachvollziehen und diskutieren, ob Honneths Ansatz die gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnisse adäquat beschreibt bzw. ein in die Zukunft weisendes Konzept vorlegt.

 

Dabei soll auch das bekannte Interview von Honneth, das er dem Schweizer Fernsehen anlässlich des Erscheinens seines letzten Buchs „Die Idee des Sozialismus – Versuch einer Aktualisierung“ gegeben hat, berücksichtigt werden.

 

https://www.youtube.com/watch?v=Z1M8smiQOho

 

Mit diesem Link bekommen Sie bei Youtube weitere Videos von Axel Honneth angeboten:

 

https://www.youtube.com/results?search_query=honneth

 

Daran schließt sich – aus Gründen der besonderen Aktualität des Autors und seiner Publikationen – die Erörterung der sozialwissenschaftlich und sozialphilosophischen Deutung unserer bundesrepublikanischen Gegenwartsgesellschaft durch den berühmten Hallenser Psychoanalytiker, Hans-Joachim Maaz (1943), an, der die von einigen Zeitgenossen als Krise des Kapitalismus wahrgenommene Jetztzeit unter dem Blickwinkel der „narzistischen Gesellschaft“ seziert.